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ELORA - Crash
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Der nächste Knaller aus dem Hause PPR ! Fantastischer New Art Rock aus Frankreich. Mich haben die Jungs und das Mädel sofort begeistert.

Elora was born in 2004. She is the daughter of Jean-Vincent Fillipini. Another Elora was born in the same year: The band! Consisting of Jean-Vincent (bass), Lionel Giacobbé 8guitar) and Damian Dahan (voice). Patrice Cannone (keyboards), Julien Beaumont (drums) and Anastasia Moussali (voice) complete the outfit from Marseille, France. Little Elora inspired the creation and the imagination of the band. A progressive rock band with several influences, ranging from the 70’s like Genesis, Pink Floyd and Magma, to modern acts like Porcupine Tree, Lazuli or Riverside. They are modeling influences like parents do with their child. Their rock is strong and melodic, deep and melancholic.

In the beginning Elora did many local shows around Marseille to earn money for an album release. The result was a 4 track self released EP in 2010 and an invitation to the Prog Sud festival.2013 is the year to become more public. With the debut under their belt, invitations to four renowned european Prog festivals are confirmed. Prog Sud and Crescendo in France; Veruno Prog in Italy and the Progressive Promotion Festival in Germany, the home of their record label. The band are French and sing in French. Something new to PPR, but very exciting and probably not the last of that kind.

Tracklist: 

1. Se Taire 2. Elle Espere 3. Anneee Lumiere 4. Ici Encore 5. Espere-1 6. Espere-2 7. Control 8. En Paix 9. Elle 10. Crash

 

CYRIL - Gone Through Years
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Neues Projekt von Marek Arnold. Mastermind von Seven Steps To The Green Door und Toxic Smile, sowie Keyboarder von Flaming Row. Weitere Mitglieder der Band sind Larry B. ( Gesang, Toxic Smile), Ralf Dietsch ( Gitarre, Ex- Hidden Timbre), Denis Strassburg (Bass und Arrangements) und Clemens Litschko (Drums). "Gone through years"  is thematically based on the story of the book "The Time Machine" of H.G.Wells. Musically it features big melodies and vocal arrangements,  and, even the music works with some "additional" progressive time signatures and harmonic structures, its clearly focussed on the "songs" - ranging from wide melancholic ballads to groovy rock. Beside singer Larry Brödel it features Manuel Schmid (Stern Combo Meissen, as Hologram), Amelie Hofmann (as Alice) and Saskia Brödel on additional vocals.

 

Tracklist: 

1. In Search Of Wonders 6:00 2. Sweet Alice 3:24 3. Through Time And Space 6:03 4. Gone Through Years 5:55 5. Days To Come 3:03 6. Mental Scars 6:57 7. Gate Of Reflection 3:01 8. Heading For Disaster 6:51 9. World Is Lost 06:17 10. Final Ending 06:45

 

t - Psychoanorexia
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www.t-homeland.de

T WER?
Der deutsche Multi-Instrumentalist, Sänger, Produzent und Kontrollfreak t (nein, nicht der Typ vom A-Team) meldet sich mit seinem 4. Album eindrucksvoll zurück. Der ehemalige Frontmann der deutschen Vorzeigeband SCYTHE hat sich 2 Jahre Zeit gelassen, dem von vielen Kritikern hoch gelobten ANTI-MATTER POETRY einen würdigen Nachfolger zu bereiten. Auf PSYCHOANOREXIA, einem 66minütigen Konzeptalbum, hat t wieder alles, was zu hören ist, im Alleingang geschrieben, eingespielt und produziert. T, auch vage als Thomas Thielen bekannt, hat schon immer Musik gemacht. Seine Eltern ließen ihn von frühester Kindheit an am Klavier und als Sänger ausbilden, aber da die Mädchen Gitarristen und Drummer eindeutig zu bevorzugen schienen, verschob sich sein musikalischer Interessenschwerpunkt ab der 7. Klasse nachhaltig. Heute gibt er immer wieder zu Protokoll, eine Vielzahl von Instrumenten fast mittelmäßig spielen zu können. Von Anfang an interessierte sich t auch für Sounddesign. Heute sind die ver-schiedenen Ebenen – Sound, Arrangement, Komposition, Mixing – in seiner kreativen Herangehensweise kaum noch trennbar, wie man an seinen idio-synkratischen Klanglandschaften und dem oft ungewöhnlichen Einsatz ver-schiedener Instrumente und Stilelemente erkennen kann. Seine Musik ist seit jeher bekannt für ihr schillerndes Amalgam aus Ohrwurmmelodien, avantgardistischer Klangwelt und seltsam natürlich anmutenden, aber krummen Takten.

 
PSYCHOWAS?
Dies ist die Zeit, in der Klingeltonnutzbarkeit musikalische Qualität bestimmt. Dies ist der Ort, an dem die Gier nach Popstargebärden die erhabene Erfahrung der kreativen Erleuchtung ersetzt hat. Dies ist die Ära, in der Demokratie nur noch Massentauglichkeit hervorbringt, nicht Vielfalt. In der wir sogar für Ausreden dafür noch zu faul geworden sind. Und zu beschäftigt, um den Verlust selbst überhaupt zu bemerken. Dies ist das Zeitalter, in dem der Ruf nach Gleichheit Mittelmäßigkeit meint. In dem Ruhm Vorzüglichkeit defamiert. In dem Bildung zur Unterwerfung anleitet. Wir übertreffen einander in Konformität, wir feiern unsere leeren Hände. Vielleicht verbrennen wir keine Bücher mehr, aber wir überfliegen sie. Wir foltern keine Zweifler mehr, aber wir schreien sie nieder. Wir verzehren uns nach nichts, sehnen uns nach nichts, reiben uns an nichts auf – also möge niemand sich sehnen, verzehren, aufreiben. Faschistoide, aber ziellose aposiopetische Ichs. Zugeteilte Freiheit. Der Tod in Bologna. Psychoanorexia.

 

Tracklist: 

1. The Aftermath of Silence (18:06) 2. Kryptonite Monologues (20:44) 3. The Irrelevant Lovesong (8:09) 4. Psychoanorexia (19:30)

 

ARGOS - Cruel Symmetry
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Gegründet wurde die deutsche Band Argos aus Mainz im Jahr 2005 von Thomas Klarmann zunächst als reines Solo-Projekt. Im selben Jahr lernte er den Sänger und Keyboarder Robert Gozon kennen und schloss sich als Bassist der Band Superdrama an, die kurz zuvor von Robert Gozon und anderen gegründet worden war. Über die Aktivitäten (diverse Live-Auftritte seit 2006) mit dieser Progband hinaus entwickelte sich schnell eine intensive musikalische Zusammenarbeit, da die beiden Musiker neben dem klassischen Progressive Rock viele andere Einflüsse teilen. Dazu zählen vor allem die Canterbury-Szene, die Spätphase der Beatles und die experimentellen, verspielten und spezifisch britischen Spielarten von Bands wie Gentle Giant, Stackridge und Van der Graaf Generator. Die ersten gemeinsamen Demos wurden vom Duo Klarmann/Gozon auf Myspace im Jahr 2007 veröffentlicht und sorgten sehr schnell für positive Resonanz in der internationalen Prog-Gemeinde. Begeistert von den Kompositionen, bot der Schlagzeuger Ulf Jacobs seine Mitarbeit bei der Fertigstellung des ersten Albums an. Der versierte Musiker und Dozent an der Musikfabrik Greifswald hatte als Solokünstler bereits drei CDs unter dem Namen Yacobs eingespielt. Aufgrund der musikalischen Originalität der Demos kam 2008 ein Deal mit dem französischen Label Musea zustande und Anfang 2009 sorgte das gleichnamige Debut Argos mit seiner dreiteiligen Hommage an die Glanzzeit des britischen 70er-Jahre-Prog mit seinen vierzehn Eigenkompositionen für Aufsehen. Mit dem zweiten Album Circles(2010, Musea) gelang es der zum Quartett erweiterten Band ihren eigenwilligen Stil, der sich abseits der ausgetretenen Pfade des Prog-Mainstream bewegt, stärker herauszuarbeiten und ihre Fangemeinde zu vergrößern. Für gesteigertes Interesse sorgte dabei das neue Mitglied Rico Florczak mit seinem virtuosen und vielseitigen Gitarrenspiel. 2011 veröffentlichte Argos eine neu arrangierte Version des Flower Kings Songs Cosmic Circus, die auf dem Sampler A Flower full of Stars ebenfalls bei Musea erschien.
Das aktuelle Werk Cruel Symmetry wird dominiert vom knapp 21-minütigem Titelsong, der den Hörer auf eine Reise durch verschiedene Szenarien der Wahrnehmung mitnimmt.  Diese werden musikalisch phantasievoll und abwechslungsreich in Szene gesetzt:  Melodiös-hymnische Elemente sowie psychedelisch angehauchte Exkursionen sind darin ebenso vertreten wie rhythmisch vertrackte Passagen und akustisch geprägte Parts. Mit diesem Longtrack transportieren Argos den Geist der 70er in die Gegenwart und heben sich dabei durch ihre typisch unkonventionelle und nicht selten humorvolle Herangehensweise wohltuend von anderen Retro-Bands ab. In den sechs weiteren Songs zeigt die Band, dass sie ein ganz eigenes Gespür für eingängige Melodien und jazzige Harmonien besitzt. Oft wird das klassische Instrumentarium (Mellotron, Harpsichord, Flöte, Hammond und Moog) des Progressive Rock mit modernen Klängen wie zum Beispiel Drum Loops und einem zeitgemäßen Gitarrensound kombiniert. Cruel Symmetry (2012, Progressive Promotion Records), das dritte Album von Argos, wurde wieder als Quartett produziert und im Herbst 2012 von Rico Florczak und Thomas Klarmann gemixt. Es präsentiert eine Band, die nicht zuletzt durch die verstärkte Präsenz von Rico Florczaks Gitarrenspiel weiter an Charakter und Eigenständigkeit gewonnen hat. Erstmals ist Rico auch kompositorisch beteiligt. Bei dem komplexen, fast acht-minütigen Schlusstitel des Albums, Open Book, ist seine Handschrift unverkennbar. Während bei Stücken wie Possessions undOpen Book nachdenkliche Texte und melancholische Klänge dominieren, gibt es auch, wie auf den beiden Vorgängeralben, wieder die typische Leichtigkeit und Ironie der bekanntesten Canterbury-Bands wie Caravan und Hatfield and the North zu entdecken. Diese Einflüsse sind klar erkennbar bei Songs wie Paper Ship Dreams und The Story of Flying Robert, gesungen von Thomas Klarmann. Die deutlich härteren und sehr direkten Gitarrenriffs in Kombination mit Robert Gozons kraftvoll-emotionalem Gesangsvortrag bei Chance Encounters und Caught within the Lightzeigen die Band von ihrer modernen und rockigen Seite. Auch auf Cruel Symmetry entziehen sich die vier Musiker von Argos nach wie vor jeder schablonenhaften Kategorisierung durch ihre Vielseitigkeit und ihren Willen, sich selbst und ihre Fans zu überraschen.
Tracklist: 
1.Cruel Symmetry (20:45) 2. Paper Ship Dreams (4:32) 3. Chance Encounters (4:24) 4. Possessions (6:05) 5. The Story of Flying Robert  (4:29) 6. Caught within the Light  7:06) 07. Open Book (7:44)

Gegründet wurde die deutsche Band Argos aus Mainz im Jahr 2005 von Thomas Klarmann zunächst als reines Solo-Projekt. Im selben Jahr lernte er den Sänger und Keyboarder Robert Gozon kennen und schloss sich als Bassist der Band Superdrama an, die kurz zuvor von Robert Gozon und anderen gegründet worden war. Über die Aktivitäten (diverse Live-Auftritte seit 2006) mit dieser Progband hinaus entwickelte sich schnell eine intensive musikalische Zusammenarbeit, da die beiden Musiker neben dem klassischen Progressive Rock viele andere Einflüsse teilen. Dazu zählen vor allem die Canterbury-Szene, die Spätphase der Beatles und die experimentellen, verspielten und spezifisch britischen Spielarten von Bands wie Gentle Giant, Stackridge und Van der Graaf Generator. Die ersten gemeinsamen Demos wurden vom Duo Klarmann/Gozon auf Myspace im Jahr 2007 veröffentlicht und sorgten sehr schnell für positive Resonanz in der internationalen Prog-Gemeinde. Begeistert von den Kompositionen, bot der Schlagzeuger Ulf Jacobs seine Mitarbeit bei der Fertigstellung des ersten Albums an. Der versierte Musiker und Dozent an der Musikfabrik Greifswald hatte als Solokünstler bereits drei CDs unter dem Namen Yacobs eingespielt. Aufgrund der musikalischen Originalität der Demos kam 2008 ein Deal mit dem französischen Label Musea zustande und Anfang 2009 sorgte das gleichnamige Debut Argos mit seiner dreiteiligen Hommage an die Glanzzeit des britischen 70er-Jahre-Prog mit seinen vierzehn Eigenkompositionen für Aufsehen. Mit dem zweiten Album Circles(2010, Musea) gelang es der zum Quartett erweiterten Band ihren eigenwilligen Stil, der sich abseits der ausgetretenen Pfade des Prog-Mainstream bewegt, stärker herauszuarbeiten und ihre Fangemeinde zu vergrößern. Für gesteigertes Interesse sorgte dabei das neue Mitglied Rico Florczak mit seinem virtuosen und vielseitigen Gitarrenspiel. 2011 veröffentlichte Argos eine neu arrangierte Version des Flower Kings Songs Cosmic Circus, die auf dem Sampler A Flower full of Stars ebenfalls bei Musea erschien. 

Das aktuelle Werk Cruel Symmetry wird dominiert vom knapp 21-minütigem Titelsong, der den Hörer auf eine Reise durch verschiedene Szenarien der Wahrnehmung mitnimmt.  Diese werden musikalisch phantasievoll und abwechslungsreich in Szene gesetzt:  Melodiös-hymnische Elemente sowie psychedelisch angehauchte Exkursionen sind darin ebenso vertreten wie rhythmisch vertrackte Passagen und akustisch geprägte Parts. Mit diesem Longtrack transportieren Argos den Geist der 70er in die Gegenwart und heben sich dabei durch ihre typisch unkonventionelle und nicht selten humorvolle Herangehensweise wohltuend von anderen Retro-Bands ab. In den sechs weiteren Songs zeigt die Band, dass sie ein ganz eigenes Gespür für eingängige Melodien und jazzige Harmonien besitzt. Oft wird das klassische Instrumentarium (Mellotron, Harpsichord, Flöte, Hammond und Moog) des Progressive Rock mit modernen Klängen wie zum Beispiel Drum Loops und einem zeitgemäßen Gitarrensound kombiniert. Cruel Symmetry (2012, Progressive Promotion Records), das dritte Album von Argos, wurde wieder als Quartett produziert und im Herbst 2012 von Rico Florczak und Thomas Klarmann gemixt. Es präsentiert eine Band, die nicht zuletzt durch die verstärkte Präsenz von Rico Florczaks Gitarrenspiel weiter an Charakter und Eigenständigkeit gewonnen hat. Erstmals ist Rico auch kompositorisch beteiligt. Bei dem komplexen, fast acht-minütigen Schlusstitel des Albums, Open Book, ist seine Handschrift unverkennbar. Während bei Stücken wie Possessions und Open Book nachdenkliche Texte und melancholische Klänge dominieren, gibt es auch, wie auf den beiden Vorgängeralben, wieder die typische Leichtigkeit und Ironie der bekanntesten Canterbury-Bands wie Caravan und Hatfield and the North zu entdecken. Diese Einflüsse sind klar erkennbar bei Songs wie Paper Ship Dreams und The Story of Flying Robert, gesungen von Thomas Klarmann. Die deutlich härteren und sehr direkten Gitarrenriffs in Kombination mit Robert Gozons kraftvoll-emotionalem Gesangsvortrag bei Chance Encounters und Caught within the Light zeigen die Band von ihrer modernen und rockigen Seite. Auch auf Cruel Symmetry entziehen sich die vier Musiker von Argos nach wie vor jeder schablonenhaften Kategorisierung durch ihre Vielseitigkeit und ihren Willen, sich selbst und ihre Fans zu überraschen.

Tracklist: 

1.Cruel Symmetry (20:45) 2. Paper Ship Dreams (4:32) 3. Chance Encounters (4:24) 4. Possessions (6:05) 5. The Story of Flying Robert  (4:29) 6. Caught within the Light  7:06) 07. Open Book (7:44)

 

RETROSPECTIVE - Lost In Perception
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http://www.retrospective.pl/

 

Das inzwischen schon 9. PPR Release und ich freue mich wahnsinnig, eine Band aus dem wunderbaren Progland Polen in die PPR-Familie aufgenommen zu haben. 4 Jahre nach ?Stolen Thoughts? sind RETROSPECTIVE zurück mit ?Lost In Perception?. Und wer bisher polnischen Art- und Prog-Rock hauptsächlich mit RIVERSIDE in Verbindung brachte, der wird Augen und Ohren machen, wenn ?Lost In Perception? zum ersten Mal in seinem CD-Player rotiert! Dieses polnische Sextett lässt die Gitarren genauso donnernd heulen wie auch verträumt im Frippertronics-Stil weinen. Die Bässe treiben oder untermalen jeden einzelnen Song, während Piano-Tupfer sich mit breiten Keyboardflächen ein Stelldichein liefern und in den schönsten Momenten sich die ausdrucksstarke männliche Stimme, die oftmals an einen verträumten Eddie Vedder und selten sogar an einen melancholischen Peter Hammill erinnert, sich mit etwas raueren weiblichen Vocals vereinigt. Ist das romantischer Artrock? Ist das verspielter Prog-Rock? Es ist von beiden etwas ? eine zarte Mischung, die sich über das gesamte Album erstreckt, ohne auf härtere Momente zu verzichten. Den Gitarren sei dank! Wer sich auf dieses Album einlässt, erlebt seine progressive Traumreise durch eine Musik-Welt, die an Zeiten erinnert, in denen sogar die Türen zu Radiostationen aufgestoßen wurden, als deren Vertreter damals MARILLION oder PINK FLOYD hießen.

Lost In Perception bestätigt auf eindrucksvolle Weise, dass Retrospectives erstes Album "Stolen Thoughts" keinesfalls zu unrecht im Jahr 2008 zu den 8 besten polnischen CDs des Jahres 2008 gehörte! Wenn dieses Album nicht Türen aufstößt, so reißt es zumindest die Fenster sperrangelweit auf! New Artrock vom allerfeinsten und ein klasse Album !

 

Tracklist:

1. The End Of The Winter Lethargy 5:30 2. Huge Black Hole 3:58 3. Egoist 5:32 4. Lunch 6:34 5. Our Story Is Beginning Now 3:58 6. Tomorrow Will Change 6:19 7. Musical Land 4:23 8. Ocean Of A Little Thoughts 3:45 9. Swallow The Green Tone 10:34

 

 

 

OVERHEAD - Of Sun And Moon
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http://www.overhead-band.com/

 

Nach 4 Jahren gibt es endlich wieder ein neues Studio Album der Finnen. "Of Sun And Moon" wird im Sommer das Licht der Welt erblicken. OVERHEAD kommen härter und druckvoller als jemals zuvor zurück, ohne ihr Gespür für tolle Melodien zu verlieren. Wesentlichen Anteil daran hat das finale Mastering von Svante Forsbäck, welcher auch für die letzten RAMMSTEIN Alben verantwortlich war. Das Album erscheint als hochwertiges 8 Pages Digipak mit 3D Grafik.

 

Tracklist:

1. Lost Inside pt. 2 (5:03) 2. Berlin (4:13) 3. An Afternoon of Sun and Moon (5:14) 4. Aftermath (5:12) 5. Syriana (4:07) 6. Grotte (3:40) 7. Last Broadcast (7:05) 8. Alive (7:51) 9. Angels and Demons (7:26)

 

3. An Afternoon of Sun and Moon (5:14)
4. Aftermath (5:12)
5. Syriana (4:07)
6. Grotte (3:40)
7. Last Broadcast (7:05)
8. Alive (7:51)
9. Angels and Demons (7:26)

 

 

 

INVERTIGO - Veritas
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http://www.invertigo.de/news.html

Der nächste Hammer aus der Prog-Edelschmiede Progressive Promotion Records um Oliver Wenzler nennt sich INVERTIGO und bringt, wie nicht anders zu erwarten war, wieder Progrock/Metal der allerobersten Güteklasse. Wie schon bei FLAMING ROW und bei SEVEN STEPS TO THE GREEN DOOR werden auch hier wieder unzählige Details eingebaut, ohne das Album überladen wirken zu lassen. 
Im Gegensatz zu den beiden oben genannten Bands ist hier - zumindest anfangs - der Einstieg leichter, da es sich nicht um ein reines Konzeptalbum handelt sondern um eine lose Ansammlung von Songs die über das Thema "Truth" (Veritas) fabulieren. Auch ist der Einstieg musikalisch etwas leichter. Der erste Song ist mit schönen Melodien und feiner Instrumentierung sehr gelungen und führt uns, in die Welt von INVERTIGO ein. Schon anfangs fällt die starke Gesangsleistung von Sebastian Brennert auf, der mit seinem charmanten deutschen Akzent dem Gesungenen noch eine zusätzliche Note gibt. Natürlich sind wir hier auf Progressive Promotion Records und die Taktspielchen beginnen auch in einem beinahe "einfachen" Song wie ?Darkness?. Schön, wie man das Album auf zweierlei Arten hören kann, einfach nur die Songs genießen (besonders den Chorus), oder sich mit den Spielereien der Musiker beschäftigen. "Lullaby", die Nummero Due des Albums beginnt doch tatsächlich mit einem Gute-Nacht-Lied, "Lullaby" eben und startet dann doch tatsächlich etwas metallischer durch. Darüber liegt eine Keyboardmelodie. Auch hier wieder hervorzuheben, die Stimme von Sebastian, der locker über spärlich instrumentierten Stellen den eigentlichen Song trägt und für die ganz große Melodie sorgt. Modern Melodic Prog-Rock wird selbiges im Flyer des Labels betitelt. Und genau das ist es! 
"Waves" beginnt mit kleinen Beckenspielchen am Schlagzeug. Schön langsam baut sich der Song auf und ist für mich eines der Highlights des Albums. Eine ungemein dichte Atmosphäre. Ein in der Strophe mäanderndes Lied, welches im Refrain seine Bestimmung findet. Hier stimmt einfach alles. Sehr getragen, elegisch, zurückgezogen beinahe die Instrumente. Alles hat seinen Platz und wird selbst im Instrumentalteil des Songs nicht aufdringlich oder zur reinen Angabe. Ein solches Lied schreibt man wahrscheinlich genau einmal im Leben...
"Dr. Ho" ist ein Lied über Haarausfall, Glatzenbildung bei Männern... Nein, kein Scherz. Der Song ist der zugänglichste und zugleich witzigste des Albums. Auf die Idee ist wohl noch niemand gekommen. Quasi das "Dr. Stein" dieses Albums. Hat irgend etwas von Vaudeville.
Dreizehneinhalb Minuten Lang ist der erste Monolith des Albums, "Suspicion" betitelt. Auch hier schon große Melodien am Anfang, zur Akustikgitarre. Die Herrschaften schreiben Songs für die Ewigkeit - und ich übertreibe hier beim besten Willen nicht! Der schön proggige Teil der darauf folgt, sollte für jeden Musiker und Progrockfreund etwas haben. Hat auch ein wenig von den 70er Jahren, ohne die Nervensägerei eines YES-Albums aus dieser Zeit. Ein schön treibender, rockiger Part folgt, den selbst die Hammondorgel nicht zerstören kann. Schön und beeindruckend auch wieder das Grundthema des Songs ("All I See Is Lies...") welches mit einer wunderbaren Melancholie aufwartet. Im letzten Drittel zeigt man natürlich auch, was man auf den Instrumenten kann, aber, es ist ja schließlich ein Prog-Album (heute ist scheinbar Tag der Offensichtlichkeit)
"Truth"- ein schönes Instrumental mit polyrhythmischen Einlagen und Samples von Politikern, die mit dem Titel des Songs nicht viel am Hut haben, Clinton, Merkel, Ulbricht, George W. Bush und ähnliche Lügner. Damit wäre die Platte zu Ende, gäbe es nicht noch den Bonustrack "Memoirs Of A Mayfly" in der bescheidenen Längen von 21:50 Minuten. Es geht um das Leben der Eintagsfliege, zu Englisch: Mayfly.

Mayflies have attracted the attention of man for a long time. These tiny little insects which emerge from lakes or streams lead a life which is best known for its notorious shortness. Some people might wonder what it must be like, being a mayfly. Well, let us take a closer look. These are the memoirs of a mayfly.

Als Gastmusiker wurden Marek Arnold (Saxofon) und Julia Gorzelanczyk (Gesang) eingeflogen und das Lied hat es in sich. Alleine auf die Idee für den Text zu kommen ist schon jede Höchstnote wert, die Umsetzung dann sowieso. Keine Sekunde dieses Monsterwerkes ist langweilig, fehl am Platz oder unnötig. Mir fehlen die Worte! Hört euch das Lied an - hört euch jedes Lied an. Das ist jetzt für mich die dritte Platte die ich aus dem Hause PPR reviewen darf, und zum dritten Mal bleibt mir nichts anderes übrig, als die Höchstnote zu zücken. Ich bin schon gespannt, was als nächstes auf diesem Label erscheint! Kaufen! Review: Christian Wiederwald (Stormbringer AT)

 

Tracklist:

01. Darkness 8:27 02. Lullaby 5:58 03. Waves 7:48 04. Dr. Ho 7:31 05. Suspicion 13:38 06. Truth 4:37 07. Memoirs Of A Mayfly 21:50

 

 

 

Seven Steps To The Green Door - The?Book
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Second Edition im Digipack mit Storybook zum Download. Mediabook ist OUT OF PRINT und wird in dieser Form nicht mehr erscheinen !
- Es war aber zugleich ein Zeichen für Samuel: 'Versuche ohne Nägel zu gehen !' -
Wie wohl klingt ein Album, für das von einem Autor und Musikjournalisten extra eine Geschichte geschrieben wurde? Unglaublich progressiv, alle musikalischen Grenzen überschreitend! Gibt es die perfekte Verschmelzung von Text und Musik? Dieses Konzeptalbum ist der Beweis dafür!
Eine Geschichte über den schweren Spagat zwischen Glauben und Selbstfindung ? und Musik, die zum Nachdenken anregt, aber NICHT predigt.
Ein Album voller musikalischer Überraschungen und textlicher Offenheit, ohne jegliches ErbArMEN !
Bereits mit ihrem Vorgängeralbum ?step in 2 my world? begeisterte ?seven steps to the green door? Fans und Kritiker mit ihrer stilistischen Bandbreite melodischer und rhythmisch vertrackter Songs ? mit THE?BOOK präsentiert sich die Band unter Mitwirkung namhafter Gäste (Martin Schnella - Flaming Row, Larry B. - Toxic Smile) in überraschend neuem Gewand, und doch bekanntem Sound. Unter musikalischer Federführung von Marek Arnold (Toxic Smile, Stern-Combo-Meissen, Flaming Row) und Ulf Reinhardt entstand ein Konzeptalbum, welches nicht ohne Grund im aufwändigen Mediabook inkl. vollständigem Storybook erscheint !
Tracklist:

1. Prologue (A Man And The Book) 2. The Empty Room / The Realization 3. The Crying Child (1st Nail) 4. The Healing Wonder (2nd Nail) 5. The Dividing Water (3rd Nail) 6. The Last Supper (4th Nail) 7. The Eternal Abstinence (5th Nail) 8. The Deadly Crucifixion (dedicated to Anna Seghers out of gratitude for ?The Seventh Cross?) 9. The Green Door ? Looking For The Last Solution 10. Epilogue (A Bird And The Book)

 

 

FLAMING ROW - Elinoire
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http://www.flamingrow.de/

Selten habe ich dermaßen gefesselt vor einem Debüt-Album gesessen und meinen Augen und Ohren kaum trauen gekonnt. Und dafür gibt es jede Menge Gründe. ?Elinoire? ist die vertonte 80-minütige Geschichte eines scheinbar glücklichen Familienidylls, das in der totalen Katastrophe endet und am Ende gar wie ein zum Klingen gebrachter Kriminalroman erscheint. Nur dass in diesem Falle kein Film entsteht, sondern ein Konzept-Album, das im Vergleich zu ähnlichen Musikwerken nunmehr seinesgleichen sucht!

Bereits das Cover illustriert in seiner Düsternis, dass einen hier bestimmt kein Gute-Laune-Pop-Rock erwartet, sondern die Musiker sich in die Abgründe der menschlichen Seele begeben. Wie selbstverständlich erscheint es da, dass sich metallischer Rock mit düsterem Metal und verspieltem Prog vereinen. Die Erwartungen sind hoch ? und sie werden nicht nur erfüllt, sondern deutlich übertroffen. Schon beim Lesen der an ?Elinoire? beteiligten Musikernamen, die als Gäste tragende Rollen in diesem Werk übernehmen, überfällt einen ein ungläubiges Kopfschütteln:

BILLY SHERWOOD von YES
GARY WEHRKAMP & BERNDT ALLMAN von SHADOW GALLERY
JIMMY KEEGAN von SPOCK'S BEARD & SANTANA
und als integriertes Band-Mitglied sogar MAREK ARNOLD von TOXIC SMILE, SVEN STEPS TO THE GREEN DOOR, GABRIA und der STERN-COMBO MEISSEN!

Da läuft einem glattweg das Wasser im Munde zusammen und der Ohrschmalz verflüchtigt sich.

Doch bleiben wir erst einmal bei der Geschichte, die sich hinter diesem Album verbirgt, an dem der musikalische Tausendsassa MARTIN SCHNELLA gemeinsam mit KIRI GEILE und Unterstützung von BILLY SHERWOOD über zwei Jahre lang gearbeitet haben:

Lea und Adam Baltwin sind ein glückliches Ehepaar, die so etwa alles haben, was sich unser heutiges Kleinbürgertum sehnsüchtig wünscht ? Geld und einen guten Job. Nur eins fehlt noch zu ihrer familiären Erfüllung: ein Kind. Doch gerade dieser Wunsch, den man sich nicht mit Geld erkaufen kann, bleibt jahrelang unerfüllt, bis endlich auch dieser Traum in Erfüllung gehen soll. Ein Traum, der ganz schnell zum Albtraum wird. Denn die Geburt ihrer Tochter ?Elinoire? muss Lea mit ihrem eigenen Leben bezahlen. Adam erträgt diesen Schicksalsschlag nicht und schlimmer noch, er gibt seiner Tochter die Schuld am Tod seiner geliebten Frau. Noch unfassbarer aber ist, dass sich plötzlich herausstellt, dass Leas Tod nicht wie vermutet ein tragisches Unglück, sondern ein wissentlich herbeigeführter ?Mord? war ? und jetzt erst beginnt das wahre Drama von ?Elinoire?, das man in dem 28-seitigen Booklet nachlesen kann!

Voller Neugier stürzt man sich spätesten jetzt auf den Silberling, der schnell für alle Freunde von AYREON, DREAM THEATER, SHADOW GALLERY oder SPOCK'S BEARD zu einem wahren musikalischen Goldstück wird.

Ähnlich wie man das bereits von AYREON kennt, agieren die unterschiedlichsten Charaktere auf dem Album und allein 16 Musiker erhalten eine spezielle Rolle, in welcher sie in der Geschichte immer wieder als Sänger auftauchen. Langeweile kann da definitiv nicht aufkommen. Aber auch die Vielzahl der Instrumente erscheint unendlich: neben Gitarren, Bässen, Keyboards und Schlagzeug sind das Flöten, Saxofon, Banjo, Mandoline, Synths, Mellotron, orchestrale Klänge, spannende Loops und vieles mehr. Ja, ja ? die Holländer haben schon lange ihren ARJEN ANTHONY LUCASSEN und mit ihm AYREON ? wir Deutschen haben endlich unseren MARTIN SCHNELLA und mit ihm FLAMING ROW. Doch im Gegensatz zu AYREON legen FLAMING ROW nicht solch großen Wert auf elektronische oder zu stark keyboardlastige Musik, sondern verstärkt auf metallische Gitarrenklänge, was wohl darauf zurückzuführen ist, dass Schnella eben in erster Linie Gitarrist ist.

Schon der mutige Beginn des Albums, der nach dem instrumentalen, atmosphärischen und von Keyboards getragenem Thema mit Satzgesängen à la SPOCK'S BEARD oder GENTLE GIANT an Fahrt aufnimmt, verblüfft. Ein einem MPi-Feuer ähnliches Schlagzeugspiel und brachiale E-Gitarren geben dann aber mit der ?Overture? die Richtung vor, die wie ein roter Faden den musikalischen Kosmos von FLAMING ROW durchzieht. Dazu der wirklich ansprechende, manchmal sogar faszinierende Gesang von KIRI GEILE, der immer wieder auf die anderen Vokalparts trifft, sich mit diesen ergänzt oder in krassem Gegensatz dazu einen stimmungsvollen Gegenspieler abgibt, zieht den Hörer nach wenigen Minuten in seinen Bann.

Selbst überraschende Rap-Einsätze stoßen nicht etwa ab, sondern erklingen wie ein selbstverständlicher Bestandteil dieser metallischen Symphonie. Besonders diese Gegensätze sind es, die ?Elinoire? so reizvoll machen. Kaum glaubt der Hörer, dass ein schweres E-Gitarren-Gewitter aufzieht, schon wird dieses von einer plötzlichen Akustik-Gitarre, einem durch die Gewitterwolken brechenden Sonnenstrahl ähnlich, abgelöst und nimmt dann mit einem Banjo Fahrt in Richtung Country auf, um kurze Zeit später wieder von E-Gitarren-Blitzen, Bass-Güssen und Keyboard-Donner von der grünen Wiese gejagt zu werden.

Eine Achterbahnfahrt durch Dream-Theater-Träume, die in der SYMPHONYsch eXakten SHADOW GALLERY enden und mit einer Story aufwarten, die selbst in einer Geisterbahn noch für zusätzlichen Schrecken sorgen würde. Genauso aber, wie das Album von musikalischer Härte beherrscht wird, tauchen auch immer und immer wieder die ruhigen, getragenen Musikpassagen auf. Solch ein Gefühl für die Gegensätzlichkeiten der Musikstimmungen muss man erst einmal aufbringen ? und lange Zeit dachte ich, dass dies nur SPOCK'S BEARD in seiner ganzen Perfektion beherrschen würde. FLAMING ROW bekehrten mich eines besseren.

Seitenlang könnte ich seiner Vielfalt wegen jetzt noch über dieses Album philosophieren. Doch das wären am Ende alles nur (vielleicht sogar leere) Worte. ?Elinoire? muss man gehört haben ? spätestens dann wird man verstehen, was ich hier auszudrücken versuche.

Allerdings will ich auch nicht verschweigen, dass dieses Album eine Besonderheit aufweist, die nicht unbedingt jedem gefallen wird. Fast in allen Songs von ?Elinoire? wird dem geschulten Ohr eines leidenschaftlichen Musik-Vielhörers die eine oder andere Parallele auffallen, die ihm so oder ähnlich schon bei den vielen hier bereits erwähnten Bands begegnet ist. Aber bei diesem leidigen Thema scheiden sich ja bekanntlich die Geister.

FAZIT: ?Elinoire? ist genau das Album geworden, auf das ich nunmehr schon seit Jahren sehnsüchtig von AYREON warte. Nein ? es ist besser als das geworden. Ein grandioses Debüt, das die Latte für einen Nachfolger auf ungeahnte Höhen legt und nicht umsonst haben sich wohl Musiker von SHADOW GALLERY, YES, SPOCK'S BEARD, SEVEN STEPS TO THE GREEN DOOR und TOXIC SMILE zur Mitarbeit mit FLAMING ROW bereit erklärt. Hier kommt der klingende Beweis dafür!

Tracklist:

1. Elinoire's Theme 2. Initiation Fugato 3. Overture 4. First Day 5. Nightingales Chirp 6. Do You Like Country Grandpa ? 7. Lea's Delivery 8. Elinoire 9. Rage Of Despair 10. Adam's Theme 11. Neglected Garden 12. Time Mirror 13. Watershed 14. Review 15. Unearth The Truth 16. Father's Theme 17. Farewell 18. A Place To review Your Soul (I. Confession II. A Broken Man III. Flaming Row IV. On The Run V. A World Of Make Believe)

List Of Voices:

Lars Begerow as ?Adam Baltwin? Human Band: RAW

Michaela Auer as ?Lea Baltwin? Human Band: Acoustic Schock

Jessica Schmalle as ?Elinoire Baltwin? Human Band: Steel Protector

Sascha Habich as ?Cyrus Baltwin? Human Band: X-Tom, Elements Of Change

Denis Brosowski as ?Zachary ?Zac? Jones? Human Band: Iron Fate

Gary Wehrkamp as ?Conscience? Band: Shadow Gallery

Brendt Allman as ?Liberty? Band: Shadow Gallery

Billy Sherwood as ?Past? Band: Circa, Ex-Yes

Jimmy Keegan as ?Season? Band: Spock?s Beard

Michael Lowin as ?Death? Band: Cast In Silence

Kim Spillner as ?Rage? Band: Worst

Kiri Geile as ?Destiny? Band: Steel Protector

Martin Schnella as ?Spirit? Band: Cast In Silence, Steel Protector

Anne Trautmann as ?Love? Band: Seven Steps To The Green Door

Sandra Thielemann as ?Time? Band: No Case In Point

Markus Funke as ?Forgiveness? Band: Markus Funke Band

 

 

 

TOXIC SMILE - I'm Your Saviour
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Rückblende:

Mai 2004. Ich blättere das für Freunde progressiver Rockmusik wohl zur Pflicht gewordene Rock-Magazin ECLIPSED durch ? auf der Suche nach einer meiner Lieblingsrubriken: ?Weltkulturalben ? Rockklassiker, die Geschichte schrieben!? ? Diesmal sind zwei der drei Spalten dieser Seite wohl einem auch meiner absoluten Klassiker gewidmet. ?The Lamb Lies Down On Broadway? von GENESIS! Doch was springt mich da von der dritten, ganz rechten Spalte aus an? Das Cover von ?RetroTox Forte?, dem zweiten Album von TOXIC SMILE.

Ein Album, das in meiner Plattensammlung einen Sonderplatz einnimmt (Warum das der Fall ist, kann man auch auf diesen Seiten lesen!) und für mich nach über 100 Hördurchgängen genauso wichtig wie besagtes GENESIS-Album ist. Dazu kann ich in der rechten Zeile ein paar Stimmen zum Album aus dem ROCKHARD, METALHEART, ROCK IT oder EMPIRE lesen: ?Egal ob Gänsehaut-Balladen, geile Instrumentals oder Mammut-Tracks, alles klingt frisch und unverbraucht!? (ROCKHARD); ?Wer auf klischeefreien und perfekt in Szene gesetzten Progressive Metal steht, der sollte ?RetroTox Forte? unbedingt antesten!? (METALHEART) ?Freunde von SPOCK?S BEARD, den FLOWER KINGS oder sogar RPWL kommen hier sicher auf ihre Kosten! In dieser Liga spielen TOXIC SMILE definitiv mit.? (ROCK IT) ?Mit ?RetroTox Forte? beweisen TOXIC SMILE, dass sie zur Speerspitze der deutschen Prog-Szene gehören!? (EMPIRE). Was soll ich dazu eigentlich noch schreiben?

Unser giftig lächelnder Erlöser ist wieder da! Er hat sich sechs schrecklich lange Jahre Zeit gelassen, um uns jetzt mit ?I?m Your Saviour? tatsächlich aus der Lethargie zu befreien! Wie oft hatte man schon Angst um diese Band!? Geben sie auf? Machen sie weiter? Glauben sie noch an sich? Und plötzlich frage ich mich zurecht, ob wirklich die beiden linken oder die eine rechte Spalte über ein WELTKULTURALBUM berichten! ?I?m Your Saviour? hat all die musikalischen Zutaten, die es zu einem ?Weltkulturalbum? machen ? das einzige, was fehlt, ist die öffentliche Aufmerksamkeit, die TOXIC SMILE längst verdient hätte. Drei Alben, ein mehr als gelungener Ausflug in die Klassik und eine EP, die mit ?Freezing Rain? wohl eine der schönsten Balladen des Progs aller Zeiten ist und schmerzlich beweist, was bei einem ähnlichen Versuch SPOCK?S BEARD mit ?All On A Sunday? verbrochen hatten, sind doch Beweis genug. Wir haben es hier mit einer jungen Band zu tun, die im Sektor des progressiven und metallischen Rocks längst Weltniveau erreicht haben. ?I?m Your Saviour? erzählt im Grunde die Geschichten, die das Leben schreibt. Es sind meistens traurige Geschichten, aus denen sich einige der Beteiligten zu flüchten versuchen, indem sie nach ?Erlösern? suchen und, statt in Richtung Himmel zu blicken, sich in düster Gebäude begeben, in die kaum ein Sonnenstrahl dringt. Sie kriechen zu Kreuze und beten einen Toten an, der angeblich für sie gleich mitgelitten hat. Doch im Grunde bewegen sie sich nur in ?Endless Cycles? oder verlieren, wie bei ?The Abyss?, den Lebensmut. Hier wird nicht nur musikalisch, sondern auch textlich ganz großes geleistet: ?It?s only ?To Have? our salvation / The meaning of life, live as fool.? Leider gibt es auch unter den vielen Freunden des progressiven Metals noch jede Menge Narren, die ihren Blick immer nur einseitig in Richtung DREAM THEATER, VANDEN PLAS, BLIND GUARDIAN oder SYMPHONY X richten und denen dabei völlig entgeht, dass TOXIC SMILE spätestens mit diesem, ihrem 3. Studioalbum nicht nur auf der Überholspur, sondern eindeutig an besagten Bands vorbeigezogen sind. Liegt das nun an dem außergewöhnlichem Gesang von LARRY B. oder an den komplexen kompositorischen Ideen von MAREK ARNOLD, in denen Härte auf sanfte Momente und herrliche Melodien trifft? Bässe treffen auf Gitarrenbreitwände und treibendes Schlagzeug, um unverhofft den Keyboards die Führung zu überlassen. Bombastische Momente werden abgelöst von akustischen. Und LARRY B. verleiht dem allen seine Stimme, die in den unterschiedlichsten Tonlagen und Klangfarben, mal rau, mal kristallklar daher kommt. Vier musikalische Höhepunkte, die alles zu bieten haben, was jedes progressive Herz höher schlagen lässt, müssen hier unbedingt erwähnt werden. Mit ?Liquid Wall? konnte kein besserer Einstige für ?I?m Your Saviour? gefunden werden. Ein druckvoller Titel, der zwischen metallischer Härte und unglaublichen Melodiebögen hin und her schwenkt und wo jeder Musiker seine ganze musikalische Bandbreite ausspielen darf. ?The Abyss?, die mysteriöse Selbstmord-Nummer, die zwischen beängstigenden, düsteren Klangpassagen, einem deutsch gesprochenen Nachrichtentext und knallharten Metal wechselt, der nicht nur fett ist, sondern auch in gewissen Momenten an die krachigen BLACK SABBATH-Zeiten erinnert. ?Poles Apart?, eine wundervolle, todtraurige Ballade, die vom außergewöhnlichen Gesang LARRY B?s lebt und das fantastische Finale des letzten Tracks, der dem Album seinen Titel verlieh. ?I?m Your Saviour? ? ich bin dein Erlöser ? lässt dem Hörer keine Chance, sich nicht nur der textlichen, sondern auch der musikalischen Botschaft zu entziehen: ?I?m Your Saviour / I Will Save You / Rid Your Sad Soul? ? nein, unsere Seele kann einfach nicht trauern, bei solcher Musik. Druckvoll, treibend, verspielt, herrliche Keyboardpassagen, die sich wiederholen, ohne zu langweilen. Hier predigt die Musik von einem Leben nach dem Tod anspruchsloser, langweiliger, tausend Mal nachgespielter Wiederholungstäter. TOXIC SMILE haben sich eine eigene Liga geschaffen ? und es wird verdammt schwer, dort mitzuspielen! FAZIT: Die Zeit ist reif. TOXIC SMILE hat von den bereits in dieser Kritik benannten Größen gelernt, jetzt kann ich bedenkenlos behaupten, dass der umgekehrte Fall eintreten sollte. ?I?m Your Saviour? ist ein Album geworden, an dem sich vieles von dem, was sich auf dem Sektor des Progressive Metal tummelt, messen lassen muss! ?I?m Your Saviour? setzt Maßstäbe ? ein Weltkulturalbum!

Ein PS für alle ?Ossis?, die diese Seiten lesen:
Die wohl in der DDR bekannteste Art- und Prog-Rock-Band STERN-COMBO MEISSEN, die noch heute vor einigen tausend Zuschauern spielen, haben TOXIC SMILE längst entdeckt und in ihre eigenen legendären Reihen geholt. Mit LARRY B., ROBERT BRENNER und MAREK ARNOLD sind drei Mitglieder von TOXIC SMILE nunmehr fester Bestandteil der STERN-COMBO MEISSEN! Wenn schon gestandene Profis mit über 40-jähriger Spielerfahrung diese ?Jungsporne? entdecken, dann sollte es allerhöchste Zeit für uns sein, TOXIC SMILE wenigstens das bisschen an Aufmerksamkeit zu verleihen, was sie längst verdient hätten!

 

Tracklist:

1 Liquid Wall 2 The Change 3 The Abyss 4 Hidden Brand 5 Walked By Fear 6 Endless Cycle 7 Pride and Joy 8 Poles Apart 9 I'm Your Saviour

 

 

 



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